Kurz vor Weihnachten 2025 reagierten die ÖBB schriftlich auf die vom Gemeinderat verabschiedete Resolution der Gemeinden Kematen a. d. Krems, Piberbach und Neuhofen a. d. Krems zur geforderten Verbesserung der Situation an den Bahnübergängen. Als wesentliche Probleme für die langen Wartezeiten an den Eisenbahnkreuzungen wurden die vielen Züge auf der Bahnstrecke einerseits und die häufge Kreuzung von Zügen in den Bahnhöfen Neuhofen und Kematen andererseits genannt. Aus sicherheitstechnischen und gesetzlichen Gründen müssen nach Auskunft der ÖBB die Schrankenanlagen geschlossen bleiben, bis beide kreuzenden Züge abgefahren sind. Die Schließzeiten können durch technische Anpassungen oder Optimierungen nicht verkürzt werden.
Diese Rückmeldung der ÖBB ist natürlich keinesfalls das Ergebnis, welches sich die Betroffenen wünschen. Daher bleibt die Forderung aufrecht, an der Gesamtsituation Verbesserungen herbeizuführen!
Zwischenzeitig ist auch noch eine amtliche Mitteilung der ÖBB kundgemacht worden, wonach die Pyhrnstrecke zwischen Nettingsdorf und Rohr-Bad Hall zweigleisig ausgebaut werden soll. Bis Ende 2026 werden hierfür Erkundungsarbeiten durchgeführt. Die Planungsunterlagen, welche bereits begonnen wurden auszuarbeiten, werden in einem weiteren Schritt den zuständigen Behörden zur Umweltverträglichkeitsprüfung vorgelegt. Für die Bauzeit der 16 Kilometer langen Strecke wird ein Zeitraum von 2031-2037 genannt. Sobald die Planungsunterlagen im Entwurf vorliegen, starten die ÖBB eine Informationskampagne und umfangreiche Dialogmaßnahmen mit der Bevölkerung.
Laut ÖBB schafft dieser Ausbau deutlich mehr Platz für Personen- und Güterzüge und damit ein besseres Zugangebot. So wird nach und nach die Kapazität auf der Pyhrnstrecke erweitert.
Mit dem Ausbau der zweigleisigen Streckenführung wird auch die sogenannte „Lagerhauskreuzung” neu geplant. Eine Unterführung,
eventuell auch an anderer Stelle, scheint eine Möglichkeit zu sein. Seitens der OÖVP Neuhofen wird der Planungsprozess mit der ÖBB und die Erstellung des Gesamtverkehrskonzeptes natürlich im Sinne der Bevölkerung eng begleitet und regelmäßig informiert werden.
Vielen Dank auch an alle, die bereits zahlreiche Hinweise und Erfahrungen zu diesem Thema eingebracht haben. Diese sind weiterhin sehr willkommen und helfen, die Argumente gegenüber den Verantwortlichen zu stärken.
Informationen der ÖBB zum geplanten Ausbau sind zu fnden unter https://infrastruktur.oebb.at
Artikel als PDF im Anhang!
Text: GR Clemens Czapka

